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Was macht einen guten Make-up Artist aus?

Als Make-up Artist arbeitet man im Zeichen der Schönheit. Überall, wo ein professionelles und makelloses Aussehen gefragt ist, ganz egal ob bei Fotoshootings oder bei Fashion Shows, kommen Make-up Artist zum Einsatz, um die Models passend zu den Looks perfekt in Szene zu setzen.

Doch nicht nur Models kommen in den Genuss des professionellen Make-ups. Hinter den Kulissen bei TV-Produktionen, bei Konzerten, an Filmsets oder für verschiedenste Veranstaltungen – überall sind Make-up Artists gefragt, um jederzeit das perfekte Make-up zu kreieren. Das perfekte Make-up ist nicht nur Stars und Sternchen und Models vorbehalten, auch für private Veranstaltungen, gerade Hochzeiten, sind Make-up Artists sehr gefragt.

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Auf den ersten Blick klingt das erstmal sehr verlockend. Doch was macht einen guten Make-up Artist eigentlich aus? Zunächst einmal ist ein großes Interesse an der Thematik von besonderer Wichtigkeit. Man lernt nie aus, es gibt immer neue Herausforderungen, neue Techniken, neue Ansätze, über den Tellerrand hinauszuschauen. Dabei geht es meist nicht darum, Regeln zu befolgen, sondern zu improvisieren, Regeln zu brechen und jedem Look die eigene Handschrift zu verleihen.

Flexibilität steht also ganz vorne in den Voraussetzungen, was ein guter Make-up Artist besitzen sollte. Daher gilt: Ein bestimmtes Schema bei jeder Person abzuarbeiten funktioniert nicht. Jede Person, die man schminkt, bekommt ein einzigartiges individuelles Make-up, angepasst an die Gesichtsphysiognomie, den Anlass und den ganz individuellen Typ.

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Stimmt die Grundvoraussetzung, also das große Interesse und die Bereitschaft, Neues zu erlernen, sollten bereits während einer Ausbildung weitere persönliche Faktoren nicht vernachlässigt werden. Pünktlichkeit, Ordentlichkeit und Hygiene dürfen keine Fremdwörter, sondern vielmehr die oberste Maxime darstellen. Ohne diese grundlegenden Dinge wird der Einstieg als Make-up Artist schwierig. Jeder Tag der Ausbildung ist wie ein Arbeitstag, an jedem Tag kann man sich aufs Neue beweisen und seine persönlichen Fähigkeiten ausbauen.

Als Make-up Artist arbeitet man immer mit Menschen zusammen. Daher ist es wichtig, das eigene, persönliche Auftreten gerade in Puncto Hygiene und Ordentlichkeit darauf anzupassen. Oder würdest du dich gerne mit bereits benutzten Pinseln schminken lassen, bei denen du nicht weißt, in welchem Gesicht sich diese bereits befunden haben? Auch Unpünktlichkeit kann schwerwiegende Folgen haben:

Eine große Produktion beispielsweise ist auf genaue Zeitpunkte getimed, da kann der Make-up Artist nicht nach seinem eigenen Zeitplan arbeiten. Verspätungen kosten Geld und Nerven. Die Produktion wird sich danach zweimal überlegen, ob man bei einem erneuten Auftrag nicht lieber jemanden wählt, der pünktlich und zuverlässig ist.

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Grundsätzlich kann man alles erlernen. Wer hingegen schon ein Talent für Formen und Farben und ein Gespür für Ästhetik hat, der hat es mit Sicherheit auch ein bisschen leichter. Auch die richtige Kommunikation mit den Kunden will gelernt sein. Bei einer Braut an ihrem Hochzeitstag sollte man ganz anders einwirken als bei einem geübten Model vor einer Fashion Show. Zudem muss man auch hier im Blick haben: Wo wird mein Make-up zu sehen sein? Ein Theater Make-up sieht anders aus als ein Braut Make-up oder ein Make-up für ein Beauty Shooting. Sensibilität, Höflichkeit und Weitblick dürfen also auch keine Fremdworte sein.

Außerdem sollte man Bedenken: Nur in den seltensten Fällen steht der eigene Geschmack im Vordergrund. Das, was von einem als Make-up Artist verlangt wird, entspricht nicht immer dem eigenen Geschmack. Doch hier heißt es: Der Kunde ist König. Dessen Vorstellungen und Wünsche müssen erfüllt werden und nicht die eigenen. Ganz anders sieht das wiederum aus, hat man eine Privatperson vor sich sitzen.

Hier heißt es Hinschauen und Zuhören: Die Vorzüge eines Gesichts werden hervorgehoben, Charakterzüge können unterstrichen werden, manchmal ist es eine komplette Verwandlung. Wichtig dabei ist, den Kunden ein gutes Gefühl zu geben, den Geschmack zu treffen und glücklich zu machen.

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Ist der Entschluss erst einmal gefasst, eine Ausbildung als Make-up Artist zu machen, kommt ebenso schnell die Frage auf: Wie geht es danach weiter? Ausschlaggebend ist neben den persönlichen Fähigkeiten auch mit eigenen Arbeiten zu glänzen. Dazu eignet sich am besten ein eigenes Portfolio. Hier findet sich eine Übersicht aller Bilder, die beispielsweise bei Fotoshootings entstanden sind. Je breiter man hier aufgestellt ist, desto interessanter für potentielle Kunden oder auch Agenturen, bei denen man sich bewerben möchte.

Hier kann man ganz einfach seine Erfahrungen in den Bereichen Beauty, Editorial, Commercial oder auch Men`s Grooming zeigen. Wer während der Ausbildung schon sein eigenes Portfolio anlegt, kann danach direkt durchstarten. Oder würdest du einen Make-up Artist buchen, dessen Arbeit du noch nie gesehen hast?

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Wodurch kann ich noch überzeugen? Ganz klar: Durch Referenzen. Weiß der potentielle Kunde oder Arbeitgeber, wo man überall Erfahrungen sammeln konnte, kann er die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Artists viel besser einschätzen. Verschiedene und angesehene Kunden sprechen nicht zuletzt für die qualitativ hochwertige Arbeit des Artists. Jede Referenz ist eine besondere Erfahrung, die zukünftige Aufträge und Jobs positiv beeinflussen kann.

Der Beruf des Make-up Artist verbindet Liebe und Leidenschaft zur Thematik mit vielen persönlichen Voraussetzungen. Kann man diese erfüllen, so steht einer Karriere als Make-up Artist nichts mehr im Wege.

©Bild Credits: studio Zeta