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O`zopft is! – Die perfekte Wiesn – Frisur

Das Dirndl ist ausgesucht, die passenden Schuhe sind gefunden. Eine kleine Handtasche, um kleine Habseligkeiten zu verstauen ist auch parat. Einzig und allein die Frisur fehlt noch.

Auf der Wiesn dreht sich alles um gezwirbelte, geflochtene und hochgesteckte Haare. Das sieht alles erst einmal kompliziert aus. Mit den richtigen Handgriffen und den passenden Accessoires ist man allerdings im Handumdrehen von Kopf bis Fuß komplett gestylt.

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Wer sich bei der Umsetzung schwer tut, findet in unserem Wiesn-Frisur-Guide einfache und außergewöhnliche Inspirationen und Anleitungen für die eigene Dirndl-Frisur.

Nicht zu unterschätzen ist zunächst einmal die richtige Vorbereitung der Haare: mit frisch gewaschenen und getrockneten Haaren erschwert man sich die Umsetzung der eigenen Flechtfrisur. Lieber die Haare einen Tag vorher waschen, dann lassen sie sich leichter in Form bringen.

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Wer sehr gerades Haar hat, kann mit einem Glätteisen oder Lockenstab auch gerne einige Wellen in die Haare drehen. So lassen sich die Haarspitzen besser in die Flechtung einarbeiten und stehen nicht ab. Rutschen die Haare beim Flechten immer wieder aus den Händen und aus dem Zopf, so kann ein Trockenshampoo dafür sorgen, dass die Haare griffiger werden.

Die Basics

Der Französische Zopf

Viele der schicken Frisuren, die wir auf der Wiesn sehen, sind mit einem oder mehreren französischen Zöpfen geflochten. Damit ergeben sich nahezu unendlich viele Möglichkeiten, ganz egal ob ein oder mehrere Zöpfe, gerade oder seitlich. Los geht’s:

1. Als Basis sind gekämmte und knotenfreie Haare immer von Vorteil.

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2. Die Haare werden in drei gleiche Partien aufgeteilt. Die erste Runde flechtet man wie einen herkömmlichen Zopf.

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3. Dann nimmt man jeweils von außen die Haare zu der Strähne, die man in die Mitte legt dazu.

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4. Das wird so lange wiederholt, bis man keine Haare mehr hinzufügen kann. Hat man lange Haare, so kann man den Zopf nun ganz normal zu Ende flechten.

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5. Am Ende am besten mit einem durchsichtigen Haargummi fixieren.

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Und schon ist die Basis für etliche Flechtfrisuren geschaffen.

Tipp: Je feiner die Strähnen sind, die man zur Flechtung hinzufügt, desto fester, ordentlicher und interessanter wird der Zopf.

Der Holländische Zopf

Ein interessanter Twist des französischen Zopfes, bei dem die Flechtung auf den restlichen Haaren aufliegt.

1. Als Basis sind gekämmte und knotenfreie Haare immer von Vorteil

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2. Die Haare werden in drei gleiche Partien aufgeteilt. Die erste Runde flechtet man wie einen herkömmlichen Zopf. Jedoch legt man die Strähnen nicht wie gewohnt über die andere Strähne zur  Mitte, sondern führt sie unter der anderen Strähne durch zur Mitte.

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3. Dann nimmt man jeweils von außen die Haare zu der Strähne, die man in die Mitte legt dazu. Das kann im ersten Moment ein wenig knifflig erscheinen.

Tipp: Daumen und Zeigefinger von der Hand, mit der man die Strähne greifen möchte unter der Strähne durchgreifen lassen und die bereits vorhandene Strähne schon einmal festhalten. So hat man die andere Hand frei, um die Haare von der Seite hinzuzufügen.

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4. Das wird so lange wiederholt, bis man keine Haare mehr hinzufügen kann. Hat man lange Haare, so kann man den Zopf nun ganz normal zu Ende flechten.

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5. Am Ende am besten mit einem durchsichtigen Haargummi fixieren.

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Pull-Through-Flechtung

Wer sich mit dem Flechten schwer tut, der sollte diesen Fake-Flechtzopf einmal ausprobiert haben. Hier werden die Haare geschickt mit durchsichtigen Zopfgummis umeinander gebunden.

1. Die Hälfte der Haare wird abgeteilt und mit einem Zopfgummi fixiert.

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2. Darunter wird die andere Hälfte zu einem Zopf gebunden.

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3. Nun wird der obere Zopf geteilt, die Strähnen werden jeweils links und rechts am darunter befindlichen Zopf vorbeigeführt und wieder mit einem Zopfgummi fixiert.

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4. Wer es sich einfach machen möchte, der nimmt mit einer Klammer den unteren Zopf jeweils nach oben aus dem Weg, um darunter das Zopfgummi fixieren zu können.

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5. So fährt man fort, bis man am Ende der Haare angekommen ist.

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Wer diesen Style mit einem französischen Zopf kombinieren möchte, der teilt einfach beliebig viele Zöpfe untereinander ab und führt die Schritte 3-5 wie gehabt durch.

Halboffene Haare mit geflochtenem Band

Diese Flechtvariante lässt sich einfach umsetzen und sorgt trotzdem für einen echten Hingucker.

Zunächst zieht man einen Scheitel. Von dort aus werden die Haare links und rechts geflochten. Besonders schön sieht es aus, wenn sie bis zu den Ohren französisch geflochten werden. Ab den Ohren werden sie normal weiter geflochten und am Hinterkopf zusammengenommen.

Wer möchte kann die beiden Haarsträhnen am Hinterkopf direkt mit einem Zopfgummi zusammenbinden oder aber man bildet aus den beiden Strähnen drei neue und flechtet diese wiederrum, bis das Ende der Haare erreicht ist. Et voilá – fertig ist eine schnelle und einfache Wiesn-Frisur.

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Der Gretchen-Flechtkranz

Diese Art die Haare zu flechten kommt wohl nie aus der Mode. Ganz egal ob gestandene Frau oder junges Mädchen – gerade für den perfekten Wiesn-Look bietet der Flechtkranz etliche Möglichkeiten.

Sind die Haare besonders lang, kann man sie zu zwei großen Zöpfen im Nacken flechten, ein wenig aufziehen und dann im Nacken überkreuzt um den Kopf herumlegen und feststecken.

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Wenn die Haarlänge dafür nicht ausreicht, können die Haare um den Kopf herum entweder mit der französischen oder mit der holländischen Variante geflochten werden. Auch hier werden die Enden geschickt mit Haarnadeln versteckt.

Wer mag kann rund um die Flechtung oder in Gesichtsnähe ein paar Strähnen heraushängen lassen und ihnen mit dem Lockenstab ein wenig Schwung verleihen.Wer die Grundflechtarten beherrscht und ein bisschen herumprobiert, findet mit Sicherheit die perfekte Wiesn-Frisur, die perfekt zur eigenen Haarlänge und Struktur passt.

Ganz wichtig:

Auch wenn die Haare im ersten Moment sicher und fest in dem Haarkunstwerk sitzen, ein wenig Haarspray sollte nie fehlen, sodass die Frisur auch eine ausgelassene Schunkelei gut aushält.